Ev. Kirchengemeinde Ducherow
Die Orgel, 1850 von der Firma "F. W. Kaltschmidt in Stettin" gehört zu den wenigen komplett erhaltenen Orgeln dieser Firma, im Jahre 2006 restauriert.
Eine große Bronzeglocke von 1472, zwei gusseiserne von 1957, sowie einmaliges historisches Glockenspiel von der Turmuhrenfabrik Rochlitz in Berlin, 1914. Die 8 durch den Krieg fehlenden Glocken wurden 1997 nachgegossen. Täglich drei Melodien: "Wach auf mein Herz und singe" (8.00 Uhr); "Jesu geh voran auf der Lebensbahn" (12.00 Uhr) und "Nun ruhen alle Wälder" (19.00 Uhr, bzw. 17.00 Uhr im Winter).
Ursprünglich Mutterkirche zu Busow und Bugewitz.
Kirche Alt Kosenow, Marienkirche: Feldsteinbau, 1308, zur Ehren der Jungfrau Maria, im 15. und 18. Jahrhundert erweitert. Quadratische Backsteinturm, 1878, 1992 Helmeindeckung mit Kupfer. Orgel, 1862 von Friedrich Wilhelm Kaltschmidt in Stettin, z. Zt. nicht funktionstüchtig. Glocke, 1879, ursprünglich zweite Glocke im 2. Weltkrieg demontiert. Einheitliche neugotische Ausstattung um 1880. Eine von nur zwei Gotteshäusern in Norddeutschland in Komplettausmalung mit Jugendstilelementen von 1904 von Otto Bartelt aus Berlin. Von 1989-1998 komplett aufwendig restauriert. Zwei bunte Altarfenster, Bleiverglasung, 1910, Berlin, wertvolles Tafelbild der Kreuzabnahme mit Schmuckrahmen, 16. Jahrhundert, 1945 von Flüchtlingen aus Hinterpommern mitgebracht, 2000 restauriert, 2005 als Leihgabe für das Dienstzimmer des Bischofs in Greifswald zur Verfügung gestellt.
Kapelle Auerose: Verputzter Feldsteinbau, ca. 15. Jahrhundert, westliche Fachwerkturm, 1724. Kanzelaltar und Kastengestühl nach 1750. 1974 Entfernen der desolaten Kanzel und ungünstige Teilung des Altarraumes zum Einbau einer Winterkirche.
Mausoleum Auerose der Familie von Borcken – Auerose, 1898 östlich neben der Kirche als Friedhofskapelle erbaut, als spätklassizistischer rechteckiger Putzbau mit tempelartiger Eingangsfront über eine vorhandene Familiengruft errichtet. Seit 1993 neu gegossene Glocke im Turm gebracht werden, nach dem eine nach 1945 eingebaute historische Glocke des Glockenspieles von Ducherow mit der Inschrift „C. F. Rochlitz Turmuhrenfabrik Berlin“ „1914“ gesprungen war.
Kapelle Busow: Feldsteinbau, 15. Jahrhundert, Patronatskirche, im 18. Jahrhundert erneuert. Schmucke Kanzel aus 17. Jahrhundert mit Gemälden der 4 Evangelisten, erst später über den Altar gestellt. Kleine mittelalterliche Bronzeglocke im kleinen Turm. Neben der Kirche eisernen Grabkreuze der Gutsherrenfamilie von Schwerin.
Kirche Bugewitz: Spätmittelalterlicher Findlingsbau aus dem 15. Jahrhundert, 1718 heutige Form. 1985 Erneuerung des Ziegeldaches. Niedriger Fachwerkturm von 1784, 2000 umfangreich saniert, zusammen mit den Deckenbalken des Kirchenschiffes. Mittelalterliche Bronzeglocke, vermutlich von dem selben Meister wie in Ducherow. Orgel, 1886 von B. Grüneberg, Stettin. Einheitlich gestaltetes Gestühl, einschließlich Kanzelaltars, um 1880.
Kapelle Dargibell: Rechteckige Feldsteinbau, 15. Jahrhundert, barock verändert., 1941 eingestürzt, 1945 im Westteil mit Notdach nutzbar gemacht. 1952 Einbau eines mehrstufiges Altarpodest mit gemauertem Ziegelsteinaltar, ebenso die schlichte Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. 1953 kleiner überdachter Glockenstuhl am Westgiebel. Glocke 15. Jahrhundert. Nach 1960 Wiederaufbau der Kapelle, erst 2005 Ausmalung und Neueinrichtung des größeren Ostraumes.
St. Petri Kirche Kagendorf: Langgestreckter echteckiger Feldsteinbau, 13. Jahrhundert, in mehreren Bauphasen errichtet, Westteil von 1668. Westlicher Dachturm mit Portal 1750/51, 1879 erneuert. 1953 Turmhelm verändert, 1985 mit Kupfer eingedeckt, 1986 Kirchendach erneuert. Ausmalung von 1879, Altaraufsatz mit gemalter Kreuzigung und Abendmahl, 1786, 1999 aufwendig restauriert. Altarschranke 1668, die Kanzel von 1669, mit Evangelisten-Tafelbildern, Korb mit figürlicher Schnitzerei: Johannes der Täufer und Mose, sowie Stifterwappen, Gestühl mit gemalten Wappen aus dem 17. und 19. Jahrhundert. Bronzeglocke, 16. Jahrhundert. Orgel, aufwendiges neuromanisches Prospekt, 1883 von August Holland/Schmiedefeld (Thüringen), 2000 restauriert.
Kirche Löwitz: Rechteckiger Feldsteinbau, 17. Jh., Margarethe von Krassow ließ sie 1620 errichten, Backsteinturm, 19. Jahrhundert. Glocke mit Inschrift, 1841. Kanzel, hübsche Schnitzerei aus Eichenholz in Renaissanceformen mit den vier großen Propheten, anstelle des Markus Familien-Wappen, ca. 17. Jahrhundert. Altargehege und Predigergestühl mit Gitter, ca. 18. Jahrhundert. An der Südwand Tafel über den Grafen Georg Curt Christoph Wilhelm von Schwerin: „Der Schlußsatz seines Vermächtnisses besagte, es möchte in der Kirche zu Löwitz eine kleine Tafel angebracht werden, die von dem Glück eines Schwerin erzählt, der für sein Vaterland sterben durfte. Jer. 31,3“ (1914). 1990 Turm mit Kupferabdeckung, Kirchendach sowie Außenputz erneuert.
Kirche Rathebur: 1271 erste Erwähnung. Rechteckiger Feldsteinbau, mehrfach stark verändert, zuletzt 1935. Kleines hoch sitzendes Rundbogenfenster mit eingemauerten Kopf erinnert an die frühe Entstehung. Turm, auf mittelalterlichen Feldsteinuntergeschoß von 1637 wurde 1953 abgebrochen. Kanzelaltar, 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Drei Gemälde: Ecce homo, 1699 von H. Eisfeld , ein Epithaph, 1711, sowie Pastorenbild von J.G. Häger (+1782), sowie lebensgroßes Kruzifixl, Glocke, 15. Jahrhundert, Kuppa eines sehr alten Taufsteines, einige kleine Glasfenster.
Kapelle Rosenhagen: Verputzter Backsteinbau, um 1835 mit großen neugotischen Fenstern, auch Innenausstattung dieser Zeit neugotisch überformt. 1966 Abnehmen des höheren desolaten Fachwerkturmes und Bau eines neuen. Da die Putzdecke großflächig abfällt und erneuert werden muss, ist die Kapelle gegenwärtig gesperrt. 1945 eingebaute historische Glocke des Glockenspieles von Ducherow mit der Inschrift „C. F. Rochlitz Turmuhrenfabrik Berlin“ „1914“.
Kirche Rossin: Feldsteinbau, 15. Jahrhundert, charakteristisch sind fünf später angebaute wuchtige Stützpfeiler. Ein gleicher Kirchenbau ist in Wietstock! 1991-2004 am Dach und Mauerwerk komplett saniert. Westlicher verbretterter Dachreiterturm 1678 erneuert, 1951 ausgebessert und 2000 mit neuem Helmkopf völlig erneuert. Schlichter Kanzelaltar, 1771, Westempore, Sakristeiverschlag mit Gitter, sowie Gestühl, 18. Jahrhundert. Restauriertes barockes Sandsteinepitaph von Carolina Gustava von Cammen, verehelichte von Koeppern, 1719 .
Familiengruft, heute noch zugänglich, zwei prunkvolle Holzepitaphe, 2004 und 2006 restauriert. Innenausmalung 2004 erneuert. Glocke von 1504, restauriert 1999. Orgel von Barnim Grüneberg aus Stettin, 1863, nach fast 70jähriger Unspielbarkeit 2006 rekonstruiert.
Kirche Schmuggerow: Backsteinbau der jüngeren Zeit, anlässlich einer Hochzeit 1889 durch Grafenfamilie von Schwerin erbaut. Messingleuchter mit Inschrift: „Geschenk der Frau Großherzogin von Baden, einziger Tochter Kaiser Wilhelm I, zur silbernen Hochzeit des Grafen Rud. von Kanitz und seiner Ehefrau Louise geb. Gräfin Schwerin-Putzar am 28. Juni 1890“. Kanzel, hübsche Intarsienarbeit, 1892. Buntglasfenster an Ostseite: segnender Christus. Altes Patronatsgestühl aus dem 17. Jahrhundert, sowie alter barocker Altaraufsatz, 1710 im Auftrag von Hans Jürgen von Köppern und Gemahlin angefertigt, 1725 recht ungeschickt bemalt. Glocke mit Minuskelinschrift, 15. Jahrhundert, 1992 bekam der Turm ein neues Kupferdach. An der Ostseite der Kirche liegen die Gräber der Familien von Karnitz und von Schwerin.
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Ev. Pfarramt Ducherow I
Pfn. Barbara Süptitz
Hauptstraße 76
17398 Ducherow
Tel. (03 97 26) 2 04 03, Fax 2 04 08
e-mail: ducherow(at)kirchenkreis-greifswald.de
Ev. Pfarramt Ducherow II
Ev. Diakoniewerk Bethanien
Pfr. Martin Wilhelm
Hauptstraße 58
17398 Ducherow
Tel. (03 97 26) 8 81 26, Fax 8 82 62
e-mail: ducherow.2(at)kirchenkreis-greifswald.de
















