Ev. Kirchengemeinden Krien und Iven
Der Ostteil (Altarraum) mit Kreuzgewölbe wurde etwa 1280 an Stelle eines slawischen Heiligtums errichtet. Im 14. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff hinzugefügt und noch später der Fachwerkturm, der nach dem letzten Krieg mit Brettern verkleidet wurde.
1936 wurde bei Heizungsarbeiten unter dem Fundament des ursprünglichen Einganges zum Altarraum ein behauener Stein mit Ornamenten des slawischen Kultes (Hahn), aber auch christlichen Symbolen, entdeckt. Heute dient er der Gemeinde als Taufstein. Über seine ursprüngliche Funktion gibt es mehrere Deutungen.
1955 wurden bei Dachdeckerarbeiten zwei Figuren im Dachstuhlbereich gefunden. Eine davon ist eine Sitzmadonna aus der "Lübecker Schule" um 1320. Sie gilt als die wohl seit dem dreißigjährigen Krieg verschollene "Madonna von Krien".
In dem Fenster hinter der Kanzel befinden sich Glasmalereien aus dem 17. Jahrhundert (1632).
Die noch verbliebene Glocke stammt aus dem 15. Jahrhundert und ruft seit über 500 Jahren zu den verschiedenen Anlässen die Einwohner unter Gottes Wort.
Die Dorfkirche in Iven stammt aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Durch den 30-jährigen Krieg und später der schwedisch-russische Krieg hatten die Patrone, in Iven war es das Geschlecht derer von Schwerin, kaum finanzielle Mittel zur
Erhaltung ihrer Kirchen. Anfang des 18. Jahrhunderts erfolgte eine Sanierung im damaligen Stil, nämlich dem Barock. Nach zwei großen zwischenzeitlichen Reparaturarbeiten ist sie eine der wenigen reinen Barockkirchen in unserer Landeskirche und ein Besuch lohnt sich allemal. So manche baulichen Merkwürdigkeiten zeichnen die ivener Kirche aus. Denkmalspfleger aus Schwerin und Greifswald waren begeistert. Eine Glocke aus dem Mittelalter ist der Kirche verblieben und da auf elektrisches Geläut umgestellt worden ist, mahnt sie täglich dreimal zum Innehalten.
Blesewitz: Seit etwa 700 Jahren steht der älteste Teil dieser Kirche hier, der als Kapelle von Mönchen mit Feldsteinen errichtet worden ist. 200 Jahre später kam das Mittelschiff hinzu. Im 16. Jh. wurde der Fachwerkturm errichtet. Zu den Besonderheiten gehören u.a. das Holztonnengewölbe im Mittelschiff und die Kanzel aus dem 16. Jh. Die Orgel von 1870 ist 1994 aufwendig restauriert worden.
Außerdem gehören noch die Kirchen Wegezin, Steinmocker und Neuendorf B zum Pfarramt.
Ev. Pfarramt Krien/Iven/Blesewitz
Pfr. Bernhard Hecker
Rundstr. 59
17391 Krien
Tel. (03 97 23) 2 03 65, Fax: 2 78 75
e-mail: krien-iven(at)kirchenkreis-greifswald.de
Internet: www.kirche-krien.de
Pfr. Bernhard Hecker
Rundstr. 59
17391 Krien
Tel. (03 97 23) 2 03 65, Fax: 2 78 75
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