Ev. Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz

Im Bereich der Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz gibt es vier Kirchen und eine Kapelle. Die Mutterkirche liegt in Krummin. Daneben gibt es eine Kirche in Karlshagen und eine Kapelle in Peenemünde. Das Pfarrhaus steht in Trassenheide.
 
Die Kirche St. Michael in Krummin (1230 Ersterwähnung) liegt direkt an einem Seglerhafen am Achterwasser, an der Krumminer Wieck. Der gotische Backsteinbau ist eine ehemalige Klosterkirche des um 1302 gegründeten Zisterzienserinnenklosters. Es ist ein dreijochiger Saalbau (13.Jh.) mit einem leicht eingezogenen polygonalen Chor (15.Jh.). Der quadratische Westturm und die Querarme wurden 1856/57 auf Anweisung von König Friedrich Wilhelm IV. errichtet.
Der spätmittelalterliche „Krumminer Marienaltar“ befindet sich im Nationalmuseum in Stettin, der „Krumminer Kelch“ im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.
Über dem Altar befindet sich ein Kruzifix (um 1500). Es stammt von einem Stralsunder Meister.
Die Orgel wurde von B. Grüneberg 1863 erbaut. Der Entwurf für die Chorfenster stammt von Hermann Lindner (1993).
Die Kirche ist täglich von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet.
 
Nach der Jahrhundertwende (zum 20.Jh.) wurde für Einheimische und Badegäste eine eigene Kirche in Karlshagen notwendig. Am 2.Juli 1912 konnte diese eingeweiht werden. Durch einen Bombenangriff wurde die Kirche 1943 zerstört. 1953 wurde sie wiederaufgebaut. 1991 erfolgte eine gründliche Renovierung der Kirche. Durch ihren Charakter als Saalkirche ist sie vielfältig nutzbar.
Seit dem 5. April 2009 befindet sich ein Nagelkreuz in der Kirche, das der Kichengemeinde am 12.03.2009 vom Internationalen Zentrum für Versöhnung in Coventry auf dem Golm (Insel Usedom) verliehen wurde.
Eine Besichtigung der Kirche ist in der Sommersaison von 10.00 Uhr – 16.00 Uhr möglich.
 
Die Kapelle in Peenemünde ist ein achteckiger Fachwerkbau, der 1876 als Friedhofskapelle errichtet wurde. Seit der Errichtung des Raketenwerkes 1936 wurde die Kapelle wegen des militärischen Sperrgebietes vernachlässigt, was schließlich zum Verfall des Gebäudes führte. Aus Anlass des 50. Jahrestages des Bombenangriffs 1993 wurde die Kapelle originalgetreu wiederaufgebaut und im Innern als Gedächtniskapelle für die Opfer von Peenemünde umgestaltet, nach Plänen von Hermann Lindner.
Die Öffnungszeiten der Kapelle sind an die des „Historisch-Technischen Informationszentrums“ HTI) gekoppelt.
 
Wenn Sie in unserer Gemeinde einen Gottesdienst mitfeiern möchten, beachten Sie bitte die örtlichen Aushänge in den Schaukästen oder erfragen Sie die Gottesdienstzeiten im Pfarramt.
Im Sommer (Ende Juni bis Anfang September) finden Konzerte in den beiden Kirchen statt.
Bitte beachten Sie die Aushänge!
 
Zu den weiteren Kirchen siehe Zinnowitz
 
Kapelle Peenemünde
Innenansicht
Bank in der Kirche Kröslin, wozu früher Peenemünde gehörte
Am Pfarrhaus in Trassenheide
Kirche Karlshagen
Kirche Krummin
Innenansicht
Fischsymbol am Altar
Ev. Kirchengemeinde Krummin-Karlshagen-Zinnowitz
Das Pfarramt befindet sich in Zinnowitz