Ev. Kirchengemeinde Liepen-Medow-Stolpe
Die Kapelle von Preetzen ist in keinem besonderen Kirchenführer erwähnt und doch hat sie als ehemaliges Erbbegräbnis der Rittergutsfamilie ihre eigene Geschichte. Die einstige Fachwerkkirche des Ortes wurde aus Baufälligkeit in den sechziger Jahren des 20. Jh. gesprengt.
Um Kagenow ranken sich die Mythen wie der Efeu um ein altes Gemäuer. Die Kirche gehört in den Anfang des 15. Jh. und weist viele Besonderheiten auf (eingemauertes Taufbecken?/Weihwasserbecken?), die der Phantasie freien Lauf lassen. Zwei Rittergüter gab es in vergangenen Zeiten, die wohl auch das kirchliche Leben geprägt haben.
Eine unserer besonderen Kirchen ist die Wartislaw-Kirche in Stolpe: Über dem Portal der Wartislaw-Gedächtniskirche ist auf einem Relief die Taufe des Heiligen Wartislaw durch Otto von Bamberg zu sehen. Er war der erste Slawenfürst, der sich zum Christentum bekehrte. Ihm zu Ehren wurde in Stolpe an der Peene die erste Kirche mit anschließendem Kloster 1153 gegründet. Reste der Klosterruine sind heute noch zu besichtigen. Vom ehemaligen Kloster aus wurde die Gegend mit dem Evangelium bekannt gemacht. Der Sage nach wurde Wartislaw 1136 von einem Heiden ermordet. Die heutige Kirche in Stolpe wurde 1893 erbaut. Sie ist von Mai bis September auch von innen zu besichtigen. Nach Vereinbarung finden ganzjährig Führungen statt.
Kirche in Medow: Die Glocken des ehemaligen Klosters läuten heute in dieser Kirche. Sie wurde auf den Mauern einer spätmittelalterlichen Taufkapelle erbaut und 1695 nach Süden erweitert. Barocker Kanzelaltar um 1700. Votivscheiben mit biblischen Darstellungen aus dem ehemaligen Kloster Stolpe.
Kapelle in Tramstow: In der Kapelle in Tramstow, einem spätmittelalterlichen Feldsteinbau, können Sie ein lebensgroßes Wandgemälde des Heiligen Christophorus aus der Gründungszeit sehen. Besonders schön sind die Altarfiguren.
Kapelle Nerdin: Die Kapelle Nerdin wurde Ende des 19. Jh. erbaut
Die Kirche Grüttow ist ein neugotischer Feldsteinbau von 1882 und ein Kapellenbau preußischen Typus. Blendgiebel aus Backstein und neugotische Innenausstattung.
1183 wird das Dorf Görke erstmalig als Besitz des Klosters Stolpe erwähnt. Bereits 1326 gab es hier eine Pfarrstelle. Teile der Kirche stammen aus dieser Zeit. Der Backsteinturm mit ebensolcher Turmspitze sowie eine Taufschale von 1825, die auf einer Gravur Kundschafter des Gelobten Landes mit Weintraube zeigt, und die funktionsfähige Orgel gehören hier zu den Besonderheiten.

- Görke
Dorfstraße 42
17391 Liepen
Tel. und Fax (03 97 21) 5 22 14
e-mail: liepen(at)kirchenkreis-greifswald.de











